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Neuheiten & Sortiment · Lesezeit ca. 3 Minuten · Stand: 18. September 2026

Elf Bar Neuheiten 2026: Was nach der InterTabac wann kommt

Fünf Neuheiten hat Elf Bar auf der InterTabac in Dortmund gezeigt. Für zwei davon gibt es einen Zielmonat, für drei nur die Ansage „noch 2026“. Für den Einkauf zählt diese Reihenfolge mehr als jedes Datenblatt – deshalb hier der Stand nach der Messe, sortiert nach Zeitpunkt.

1. Der Fahrplan auf einen Blick

WannNeuheitFormat
Oktober 20265 neue ELFA-SortenPrefilled Pods · 2 ml · 20 mg/ml
Oktober 20265 neue Elfliq-SortenNikotinsalz-Liquid · 10 ml · 10 und 20 mg/ml
noch 2026, ohne DatumELFA AirPrefilled Pods · 2 ml · 20 mg/ml · 2 Sorten
noch 2026, ohne DatumELFA Filter RefillableLeerpods · 2 ml · 0,8 und 1,1 Ohm
noch 2026, ohne DatumEliya 20000neues System · 10-ml-Behälter · 20 mg/ml

Alle Angaben ohne Gewähr. Ein Zielmonat ist kein Liefertermin – verschiebt sich etwas, aktualisieren wir die Tabelle.

2. Oktober: fünf neue Sorten für ELFA und Elfliq

Die Neuheiten mit dem frühesten Termin sind zugleich die einfachsten: fünf Geschmacksrichtungen, die parallel als ELFA Pod und als Elfliq erscheinen sollen – Dragon Fruit Cherry, Dragon Fruit Blueberry, White Peach Ice, Frozen Lemon und Frozen Strawberry. Die ELFA Pods bleiben bei 2 ml und 20 mg/ml, Elfliq kommt in 10 und 20 mg/ml.

Die eigentliche Einkaufsnachricht steckt im Nebensatz: Elf Bar will beide Paletten anschließend auf jeweils 35 Sorten bereinigen. Einzelne heutige Sorten laufen also aus – welche, hat der Hersteller noch nicht veröffentlicht.

3. ELFA Air und Filter Refillable: neue Pods, kein neues Gerät

Beide Neuheiten passen auf die bestehenden ELFA-Akkuträger. Für den Handel ist das der angenehmste Teil der Messe: neue Argumente an der Theke, aber keine zweite Gerätefamilie im Lager.

  • ELFA Air – Prefilled Pods im 2er-Pack mit 2 ml und 20 mg/ml. Elf Bar nennt das Konzept „Invisible Cloud“: Beim Dampfen soll kaum sichtbarer Dampf entstehen. Wie das technisch umgesetzt ist, hat der Hersteller noch nicht erläutert. Zum Start gezeigt wurden Sour Apple und Dragon Fruit Lemon.
  • ELFA Filter Refillable – die nachfüllbare Variante der ELFA Filter Series: Leerpods mit 2 ml im 2er-Pack, in 0,8 und 1,1 Ohm, befüllbar mit Nikotinsalz-Liquid wie Elfliq. Das Filter-Mundstück soll nach bisherigem Stand separat angeboten werden. Die Pods ergänzen die bekannten ELFA-Leerpods.

Ein Satz fürs Verkaufsgespräch zur ELFA Air: Weniger sichtbarer Dampf hebt kein Dampfverbot auf. In öffentlichen Verkehrsmitteln und Bahnhöfen etwa schließt das Bundesnichtraucherschutzgesetz E-Zigaretten ausdrücklich ein.

4. Eliya 20000: ein neues System für viel Volumen

Die größte Neuheit am Stand war kein Pod, sondern ein eigenes System. Die Eliya 20000 besteht aus einem wiederaufladbaren Gerät mit 1.800 mAh und angekündigter Schnellladefunktion sowie einem zunächst leeren Pod, der aus einem 10-ml-Behälter befüllt wird – das sogenannte 10+0-Prinzip. Geplant sind 20 mg/ml, vier Gerätefarben (Matte Black, Space Grey, Navy Blue, Aurora Purple) und zehn Sorten: Apple Peach, Blackberry Cherry, Blueberry Ice, Dragon Fruit Blackberry, Frozen Berries, Frozen Cherry, Frozen Lemon, Mix Berries, Peach Ice und Watermelon Ice.

Zur Modellbezeichnung: „Bis zu 20.000 Züge“ bezieht sich nach bisherigem Stand auf die Nutzung eines Pods über bis zu drei Behälter – nicht auf eine einzelne 10-ml-Füllung. Offen sind außerdem Preis, Lieferumfang, Coil-Daten und der Starttermin. Eine abschließende Einordnung folgt, sobald die Deutschland-Version dokumentiert vorliegt.

Was das für Ihren Einkauf heißt

  • ELFA-Akkuträger bleiben die Basis. ELFA Air und Filter Refillable brauchen kein neues Gerät – wer die ELFA-Familie führt, ist vorbereitet.
  • Auslaufsorten im Blick behalten. Bis die Liste zur Sortenbereinigung vorliegt, schwächere Sorten lieber in kleineren Mengen nachbestellen.
  • Eliya erst kalkulieren, wenn Preis und Lieferumfang feststehen. Vorher lässt sich keine belastbare Marge rechnen.

Sobald die Neuheiten bei uns gelistet sind, finden Sie sie in den Kategorien ELFA und Elfliq. Wenn Sie schon jetzt Mengen vormerken möchten, schreiben Sie uns – wir melden uns, sobald Termine und Konditionen feststehen.

Alle Angaben beruhen auf der Herstellerpräsentation auf der InterTabac 2026 in Dortmund (Stand: 18. September 2026). Technische Daten, Sortiment und Termine können sich bis zum Marktstart ändern.
Verkauf ausschließlich an Gewerbetreibende. Produkte mit Nikotin sind nicht für Personen unter 18 Jahren bestimmt.


Sortiment & Einkauf · Lesezeit ca. 4 Minuten · Stand: 7. September 2026

Marge statt Markenname: Fünf Sortimentsecken mit echtem Preisvorteil

Es gibt zwei Arten von Preisvorteil im Großhandel. Der eine kommt über die Menge – den kennt jeder. Der andere kommt über die Bekanntheit: Ein Produkt, das technisch dasselbe leistet, aber nicht auf jedem Tresen der Republik steht, ist im Einkauf spürbar günstiger. Diesen zweiten Vorteil geben wir weiter, statt ihn einzubehalten.

Wo der Preisvorteil herkommt – und was er nicht ist

Wir haben unser Lager danach durchgesehen, welche Artikel in voller Sortenbreite verfügbar sind, im Fachhandel aber noch selten im Regal stehen. Fünf Bereiche sind aufgefallen: Einkaufspreis deutlich unter dem der beiden Marktführer, Verfügbarkeit tief genug für die Zweitbestellung – und kein Restposten darunter. Der letzte Punkt wird im Großhandel gern verwischt, deshalb schreiben wir ihn hin: Es sind Artikel, die wir bewusst tief eingekauft haben und bei denen der Handel bislang nicht hingeschaut hat.

1. IVG Air 4in1: vier Sorten in einem Pod

Das Konzept erklärt sich am Tresen in zehn Sekunden. Ein Akkuträger mit 1.100 mAh, dazu Pods im 2er-Pack – und die Multi-Editions bündeln vier Geschmacksrichtungen in einem einzigen Pod, zwischen denen am Gerät gewechselt wird. Wer es sortenrein mag, greift zu den Single Flavours.

Entscheidend ist der Pod-Preis: Er liegt merklich unter dem vergleichbarer Prefilled-Pods der bekannten Systeme – und Pods verkauft man an denselben Kunden zwanzigmal, den Akkuträger einmal. Verfügbar sind neun der zehn Editionen, die gängigen Einzelsorten und vier Gerätefarben, jeweils in Gebindemenge.

2. SKE Crystal Plus: das Einstiegsgerät, das im Regal fehlt

In unseren Abverkaufszahlen zieht sich ein Muster quer durch alle Pod-Marken: Die Pods laufen, die Akkuträger stehen. Bestellt wird Nachschub für Kunden, die das Gerät längst besitzen – liegen bleiben die Neukunden, die noch gar kein System haben.

Das SKE Crystal Plus Pod Kit mit 400-mAh-Akku ist dafür der günstigste Einstieg in unserem Sortiment. Fünf Farben ab Lager, zwei davon inklusive 2-ml-Leerpod. Dazu die Prefilled Pods mit 20 mg/ml im 2er-Pack – und zwei Sorten, die zu Unrecht selten geordert werden: Fire Brew und Cotton Ice. Beide sind in vierstelliger Menge verfügbar, während die Fruchtsorten der Reihe regelmäßig knapp werden.

3. Al Fakher 15K Pro Max: MTL und DTL aus einem System

Al Fakher kennt jeder Shisha-Kunde, und genau darin liegt der Hebel: Die Marke bringt eine Kundenbindung mit, die im Vape-Regal sonst erst aufgebaut werden muss. Das 15K Pro Max ist die interessanteste Umsetzung davon, weil dasselbe Basisgerät zwei Pod-Linien bedient.

Die MTL-Pods bilden den engen Zug der Zigarette nach und sprechen Umsteiger an. Die DTL-Pods der V2-Generation mit 6 mg/ml bedienen den lockeren Lungenzug, den die Shisha-Kundschaft gewohnt ist. Über vierzig Sorten, praktisch alle am Lager – ein Sortiment, das eine ganze Regalreihe trägt, ohne dass eine zweite Gerätefamilie ins Lager muss.

4. Nikotinsalz-Liquids abseits der beiden Großen

Beim 10-ml-Fläschchen entscheidet nichts so sehr über die Regalmarge wie der Einkaufspreis, denn Format, Steuer und Platzbedarf sind bei allen Anbietern identisch. Drei Marken in unserem Sortiment liegen dort spürbar unter Elfliq und Lost Mary:

  • SKE Crystal Liquid – in 10 und 20 mg/ml, passend zur Crystal-Gerätefamilie, die viele Kunden ohnehin führen.
  • Vozol Liquid – die breiteste Sortenauswahl der drei, in 14 und 20 mg/ml. Über fünfzig Sorten sind aktuell lieferbar.
  • Os Liquid – sechs Sorten mit eigenständiger Optik, die sich im Regal von der üblichen Frucht-Bildsprache absetzt.

Alle drei sind ordnungsgemäß versteuerte Ware mit Steuerzeichen – ein Punkt, der angesichts der Schwarzmarktquote bei Liquids kein Detail mehr ist, sondern ein Verkaufsargument gegenüber der Kundschaft. Die vollständige Übersicht steht in der Liquid-Kategorie.

5. Die Kassenzone: der einzige Bereich ohne Tabaksteuer

Während die Steuertreppe ab 2027 jedes Jahr an der Kalkulation dreht, bleibt ein Sortimentsteil davon vollständig unberührt: Raucherbedarf. Kein Steuerzeichen, keine Stichtage, kein Mindesthaltbarkeitsdatum – und im Zweifel der Artikel, der den Bon nach oben zieht.

  • Feuerzeuge: Wir führen beide Enden der Preisskala – BIC und Clipper für die Stammkundschaft, daneben Einweg-Piezo in Motivsortierung, Elektronikfeuerzeuge und nachfüllbare Jet-Feuerzeuge, die im Kartongebinde einen Bruchteil davon kosten. Für die Wühlbox an der Kasse die rentablere Wahl.
  • Purize Aktivkohlefilter: XTRA Slim mit 5,9 mm und Regular mit 9 mm, jeweils in 50er-Boxen und in allen Farbvarianten durchgehend lieferbar. Eine etablierte Marke, bei der wir uns die Bevorratung leisten – Sie also nicht.
  • BLACKCOCO Naturkohle: 1-kg-Gebinde in 26 und 27 mm, tief am Lager. Das vierte Quartal ist Shisha-Saison, und Kohle ist der Artikel, den niemand plant und jeder braucht.

So testen Sie es im Regal

Der ehrlichste Test kostet wenig: pro Bereich ein Gebinde bestellen, vier Wochen laufen lassen, den Abverkauf gegen den etablierten Artikel danebenstellen. Bei Pods und Liquids zeigt sich das erfahrungsgemäß in den ersten beiden Wochen, in der Kassenzone schneller. Wo es passt, lassen sich die Positionen mit unseren Aktionsstaffeln kombinieren – 10+2, 5+5 oder Gratis-Akkuträger verbessern die Einstiegsmarge noch einmal.

Warum wir beim Thema nachfüllbare Systeme so hartnäckig sind, steht im Beitrag darunter: Der 18. Februar 2027 ist näher, als die aktuellen Bestellmengen im Markt vermuten lassen. Unsicher, was zu Ihrer Kundenstruktur passt? Sprechen Sie uns an – oder kommen Sie vom 15. bis 17. September auf der InterTabac in Dortmund vorbei.

Preis- und Verfügbarkeitsangaben beziehen sich auf den Stand vom 7. September 2026 und können sich kurzfristig ändern; maßgeblich sind die Angaben im Shop nach Login.
Verkauf ausschließlich an Gewerbetreibende. Produkte mit Nikotin sind nicht für Personen unter 18 Jahren bestimmt.

Branche & Recht · Lesezeit ca. 7 Minuten · Stand: 4. September 2026

Der Countdown läuft: Was Fachhändler bis zum 18. Februar 2027 entscheiden müssen

Es gibt Jahre, in denen sich in unserer Branche wenig bewegt. 2026 gehört nicht dazu. Innerhalb von rund zwanzig Monaten greifen eine neue Rücknahmepflicht, eine europäische Batterievorschrift mit faktischer Sortimentswirkung, eine vierstufige Steuererhöhung und womöglich ein neuer europäischer Rechtsrahmen für Aromen und Nikotinbeutel. Jede dieser Maßnahmen für sich wäre eine Meldung wert. Zusammen ergeben sie etwas, das man selten so klar sagen kann: einen Zeitplan, an dem sich Einkauf, Lager und Sortiment ausrichten lassen.

Wir haben die Termine sortiert, die für Wiederverkäufer wirklich zählen – und schreiben dazu, was sie im Alltag bedeuten. Pünktlich zur InterTabac in Dortmund vom 15. bis 17. September, auf der die Branche genau darüber diskutieren wird.

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1. Seit dem 1. Juli 2026: Jede Verkaufsstelle nimmt zurück

Die Novelle des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes ist der Termin, der am wenigsten Schlagzeilen gemacht hat und den Ladenalltag am unmittelbarsten verändert. Mit § 17 Abs. 1a ElektroG gilt seit dem 1. Juli 2026 eine Rücknahmepflicht für alle Vertreiber von E-Zigaretten und elektronischen Tabakerhitzern – unabhängig von der Verkaufsfläche und ohne die sonst übliche Bagatellgrenze.

Konkret heißt das:

  • Altgeräte werden kostenlos zurückgenommen, am Verkaufsort oder in unmittelbarer Nähe.
  • Ein Neukauf darf nicht zur Bedingung gemacht werden.
  • Wer online verkauft, muss eine zumutbare Rückgabemöglichkeit anbieten und im Shop aktiv darüber informieren.

Für den stationären Handel läuft das auf drei Dinge hinaus, die schnell erledigt sind: eine gesicherte Sammelbox mit Brandschutzhinweis hinter der Theke, ein sichtbarer Aushang und ein kurzer Absatz auf der eigenen Website. Wer die Hinweise noch nicht angepasst hat, sollte das vor der nächsten Prüfung nachholen – eine gute Zusammenfassung der Pflichten hat die IT-Recht Kanzlei veröffentlicht.

Wichtig für die Einordnung: Die Rücknahmepflicht ist kein Verkaufsverbot. Sie ist die Vorstufe.

2. 18. Februar 2027: Der Tag, an dem das Einweggerät endet

Das eigentliche Datum steht nicht in einem deutschen Gesetz, sondern in Artikel 11 der EU-Batterieverordnung (EU) 2023/1542. Ab dem 18. Februar 2027 müssen Gerätebatterien so verbaut sein, dass Endnutzerinnen und Endnutzer sie leicht entnehmen und ersetzen können. Ein Einweg-Vape mit fest verklebtem Lithium-Akku erfüllt diese Anforderung nicht – und darf ab diesem Stichtag nicht mehr in Verkehr gebracht werden. In allen 27 Mitgliedstaaten, ohne Übergangsfrist für neue Ware.

Für den Handel ist die entscheidende Unterscheidung juristisch fein, wirtschaftlich aber sehr konkret: Die Verordnung adressiert das Inverkehrbringen – also Hersteller und Importeure, die ein Produkt erstmals auf den EU-Markt bringen. Das Bereitstellen durch nachgelagerte Händler ist davon zu trennen. Nach überwiegender Einschätzung darf ordnungsgemäß vor dem Stichtag in die Lieferkette gebrachte Bestandsware weiter abverkauft werden; eine ausführliche Einordnung dazu gibt es aus der anwaltlichen Praxis. Gesicherte Rechtsprechung existiert bislang nicht.

Was daraus folgt, ist unspektakulär und wichtig: Wer Einwegprodukte über den Stichtag hinaus führen will, braucht saubere Belege darüber, wann die Ware in die Kette gelangt ist – Rechnungen, Lieferscheine, Wareneingangsdaten. Und er sollte die Bestellmenge so planen, dass der Abverkauf nicht in eine Phase fällt, in der die Nachfrage ohnehin bereits zu nachfüllbaren Systemen abgewandert ist.

Parallel dazu bereitet die Bundesregierung ein nationales Verbot vor: Bundesumweltminister Carsten Schneider hat im Mai 2026 einen Gesetzentwurf für dieses Jahr angekündigt, begründet vor allem mit Bränden in Entsorgungsanlagen. Nachfüllbare Geräte sollen ausgenommen bleiben. Sollte das Verbot kommen, könnte der deutsche Stichtag also vor dem europäischen liegen.

3. Ab 2027: Die Steuertreppe – vier Jahre, jedes Jahr eine Stufe

Seit dem 1. Januar 2026 liegt die Steuer auf Liquids bei 32 Cent je Milliliter; sie gilt unabhängig vom Nikotingehalt und erfasst auch nikotinfreie Liquids, Basen und Aromen. Damit ist die letzte Stufe des Tabaksteuermodernisierungsgesetzes erreicht – und die nächste steht schon im Gesetzgebungsverfahren.

Das Bundeskabinett hat am 6. Juli 2026 einen Entwurf zur Änderung des Tabaksteuergesetzes beschlossen. Vorgesehen sind ab dem 1. Januar 2027 jährliche Erhöhungen über vier Jahre, quer durch alle Kategorien:

JahrLiquids (€/ml)Zigaretten (ct/Stück)
2026 (heute)0,3220,27
20270,3322,21
20280,3424,21
20290,3526,39
20300,3628,77

Bei Liquids bleibt der Anstieg damit überschaubar – auf ein 10-ml-Fläschchen gerechnet sind es vier Cent Steuer pro Jahr. Deutlich härter trifft es den Wasserpfeifentabak: Nach Branchenangaben zum Entwurf steigt die Steuer von derzeit rund 56 Euro je Kilogramm schrittweise auf 188,46 Euro je Kilogramm im Jahr 2030. Für die 200-Gramm-Dose würde das nach Einschätzung des Verbands einen Endverbraucherpreis in Richtung 60 Euro bedeuten – eine Verdopplung gegenüber heute. Das parlamentarische Verfahren läuft noch; wir behalten es im Blick und melden uns, sobald die Zahlen final sind.

Ein Hinweis zur Vorsicht bei Zahlen aus zweiter Hand: Die Steuer auf Zigaretten und Feinschnitt setzt sich aus einem Stück- beziehungsweise Gewichtsanteil und einem Prozentsatz vom Kleinverkaufspreis zusammen. Wer einzelne Werte aus unterschiedlichen Quellen vergleicht, vergleicht schnell Äpfel mit Birnen. Maßgeblich ist der Gesetzestext.

4. Dezember 2026: Was die TPD3 bringen könnte

Die öffentliche Konsultation der EU-Kommission zur Überarbeitung der Tabakproduktrichtlinie lief vom 22. Mai bis zum 14. August 2026. Ein Legislativvorschlag wird derzeit für Dezember 2026 erwartet. Auf dem Tisch liegen unter anderem Beschränkungen bei Aromen, ein europaweiter Umgang mit Einweggeräten, erstmals eine Regelung für Nikotinbeutel sowie neue Vorgaben zu Verpackung und digitalem Marketing.

Wichtig ist die Einordnung: Ein EU-weites Aromenverbot ist nicht beschlossen. Es ist eine von mehreren geprüften Optionen. Treibende Kraft hinter der Revision ist die zunehmende Zersplitterung des Binnenmarkts – Belgien, Frankreich, Bulgarien, Österreich, Irland und Spanien haben jeweils eigene Wege eingeschlagen, was Herstellern wie Händlern das grenzüberschreitende Geschäft erschwert.

Für den deutschen Markt hat der Bundesverband der Tabakwirtschaft im März 2026 eine Zahl genannt, die man kennen sollte: Rund 40 Prozent der in Deutschland konsumierten E-Zigaretten stammen demnach aus illegalen Quellen. Käme ein Menthol- und Kühlmittelverbot, wäre nach Verbandseinschätzung ein weiterer Anstieg wahrscheinlich, weil entsprechende Aromen in einem großen Teil der Liquids enthalten sind. Man muss die Prognose nicht teilen, um den Punkt ernst zu nehmen: Der eigentliche Wettbewerber des seriösen Fachhandels ist längst nicht mehr der Laden zwei Straßen weiter.

5. Was das fürs Sortiment heißt: Pod-Systeme sind die Antwort

Alle vier Entwicklungen zeigen in dieselbe Richtung. Wiederbefüllbare und wiederverwendbare Systeme sind nicht nur regulatorisch zukunftssicher – sie sind auch das bessere Geschäft. Ein Kunde, der einen Akkuträger gekauft hat, kommt wegen der Pods zurück. Ein Kunde, der eine Einweg-Vape gekauft hat, kommt vielleicht zurück.

Genau hier liegt die interessanteste Produktbewegung des Jahres. Die Kategorie hat verstanden, dass der größte verbliebene Wachstumsmarkt nicht der Aromenliebhaber ist, sondern die Raucherin und der Raucher, die umsteigen wollen und dabei etwas Vertrautes suchen.

Die ELFA Filter Series von Elf Bar ist dafür das beste Beispiel. Prefilled Pods mit 2 ml Nikotinsalz-Liquid und 20 mg/ml, aber mit einem entscheidenden Detail: einem weichen Filter-Tip am Mundstück, der Zugverhalten und Haptik der klassischen Zigarette nachbildet. Dazu zwei bewusst unfruchtige Sorten – American Blend Tobacco und Cream Tobacco. Bei uns gelistet im 10 × 2er-Gebinde, kompatibel mit den ELFA-Akkuträgern, die Ihre Kundschaft ohnehin schon im Regal findet.

Für den Thekenverkauf ist das ein dankbares Produkt, weil das Verkaufsargument in einem Satz passt: Wenn Ihnen Fruchtaromen zu süß sind, probieren Sie das hier.

Wer breiter aufstellen will, findet in unserem Sortiment inzwischen rund vierzig Pod-Systeme – von ELFA, ELFA Master und ELFA Turbo über SKE Crystal Plus und Edge 10K bis zu Lost Mary Nera Max, Lost Mary WAVI, IVG Air 4in1 und Vozol. Dazu Leerpods, Coils und passende 10-ml-Nikotinsalz-Liquids als Folgegeschäft.

6. Unser neuer B2B-Shop: gebaut für genau diese Phase

Wir haben unseren B2B-Shop im Sommer 2026 neu aufgesetzt – und zwar mit Blick auf die Anforderungen, die dieser Übergang an den Fachhandel stellt: schnelle Nachbestellung statt Katalogblättern, klare Gebindegrößen statt Einzelartikeln, planbare Lieferzeiten statt Rückfragen.

  • Nettopreise nach Login, ausschließlich für Gewerbetreibende
  • Kauf auf Rechnung und Zahlung per PayPal
  • Versand innerhalb von 24 bis 48 Stunden, versandkostenfrei
  • Aktionsstaffeln wie 10+2, 5+5 oder Gratis-Akkuträger, die die Marge im Regal spürbar verbessern
  • Displays für Partner im Rahmen individueller Einkaufsvereinbarungen

Wenn Sie zur InterTabac nach Dortmund fahren: Kommen Sie gern mit Ihren Fragen zum 18. Februar 2027 auf uns zu. Wir haben zu den meisten davon inzwischen eine belastbare Antwort – und zu den übrigen wenigstens eine ehrliche Einschätzung.

Die Kurzfassung für Ihren Kalender

DatumWas passiert
seit 01.07.2026Rücknahmepflicht für alle Verkaufsstellen, auch online
15.–17.09.2026InterTabac & InterSupply, Messe Dortmund
Dez. 2026 (erwartet)Legislativvorschlag der EU-Kommission zur TPD3
2026 (angekündigt)Gesetzentwurf für ein nationales Einwegverbot
01.01.2027Erste Stufe der neuen Tabaksteuer
18.02.2027Artikel 11 EU-Batterieverordnung greift
2028 (Ziel)Revidierte EU-Tabaksteuerrichtlinie
2030Letzte Stufe des deutschen Steuerpfads

Drei Dinge, die sich jetzt lohnen: Bestellmengen bei Einwegprodukten am Stichtag ausrichten und Wareneingänge sauber dokumentieren. Die Regalfläche schrittweise zugunsten von Pod-Systemen umbauen, solange die Nachfrage noch trägt und nicht unter Zeitdruck. Und die eigenen Rücknahme- und Elektrogesetz-Hinweise auf den aktuellen Stand bringen, falls das noch aussteht.

Wir halten Sie hier auf dem Laufenden, sobald der TPD3-Vorschlag vorliegt und das Tabaksteuergesetz das Parlament passiert hat.

Dieser Beitrag fasst den Stand vom 4. September 2026 zusammen und ersetzt keine Rechtsberatung. Gesetzesvorhaben können sich im parlamentarischen Verfahren ändern. Für verbindliche Auskünfte zu Ihren Pflichten als Vertreiber wenden Sie sich bitte an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.
Verkauf ausschließlich an Gewerbetreibende. Produkte mit Nikotin sind nicht für Personen unter 18 Jahren bestimmt.